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Weis­heits­­zahn­­ent­­fer­nungen

Univ. Prof. Dr. Dr. Siegfried Jank

Nicht bei jedem Menschen sind die Weisheitszähne angelegt. Die Weisheitszähne befinden sich am Ende der Zahnreihe und brechen normalerweise mit ca. 16 Jahren in den Zahnbogen durch. Aufgrund von Platzmangel oder ungünstiger Lage kann sich dieser Durchbruch jedoch verzögern. In manchen Fällen kann der Durchbruch auch unmöglich sein.

Der Durchbruch ist meistens ganz oder teilweise verhindert. Durch Speisereste kann es zu Entzündungen kommen, welche sich auf die gesamte Wange ausbreiten können.
Ausbreitung der Entzündung auf das Nachbargewebe.
Entündete Weisheitszähne führen häufig zu Zahnschmerzen im Unterkiefer, welche nicht genau lokalisiert werden können.
Es gibt meherere Möglichkeiten wie ein verlagerter Weisheitszahn im Unterkieferknochen liegen kann. Durch eine 3D-Aufnahme (Digitale Vlumentomographie) kann die Lage des Zahnes vor der OP genau bestimmt werden.
Die Folge können äußerst schmerzhafte Kieferentzündungen sein, welche mit Schwellungen und Fieber einhergehen. In manchen Fällen können sich auch Zysten bilden, welche den Kieferknochen bzw. die Nachbarzahnwurzeln auflösen.

Häufig ist eine Weisheitszahnentfernung auch während einer kieferorthopädischen Behandlung (Zahnspange) erforderlich, da die verlagerten Zähne „schieben“ und damit den Erfolg der Behandlung reduzieren können.

Die Entfernung der Weisheitszähne kann in Lokalanästhesie, unter Sedierung oder in Vollnarkose erfolgen. Die Wahl der richtigen Methode hängt von der Lage der Zähne und vom Patientenwunsch ab.

Bei der Entfernung der Weisheitszähne müssen speziell der Unterkiefer- und der Zungennerv geschont werden. Bei großen Zysten bzw. sehr tief liegenden Zähnen muss aufgrund des bei der Entfernung entstehenden Knochendefektes ggf. postoperativ eine Bewegungsschonung mit weicher Kost verordnet werden, um die Frakturgefahr des Unterkiefers zu reduzieren. Bei anatomisch schwieriger Lage des Zahnes bzw. Zystenbildungen besteht die Möglichkeit eine CT-Untersuchung in unserer Praxis anzufertigen und die Lage des Zahnes 3-dimensional zu rekonstruieren. Dadurch vermindert sich das Risiko der Nervschädigung erheblich, da evtl. Komplikationsmöglichkeiten vor der Operation bekannt sind.

Direkte Beziehung der Zahnwurzeln zum Unterkiefernerv. Unter Umständen kann eine CT-Untersuchung zur genauen Lagebestimmung vor der Operation erforderlich sein.

Der richtige Zeitpunkt zur Entfernung der Weisheitszähne erfolgt in Absprache mit Ihrem Hauszahnarzt bzw. Kieferchirurgen. Eine temporäre Gefühlsstörung der Lippe bzw. der Zunge ist selten aber möglich. Die individuellen Risiken erläutern wir gerne im Rahmen des Aufklärungsgespräches.